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Jägerregiment Wien

JÄGERREGIMENT WIEN (JgR W)
"Hoch- und Deutschmeister"



Das Regiment wurde mit 1. Juli 2007 aufgelöst. Der aktuelle Traditionsträger der Hoch- und Deutschmeister im Österreichischen Bundesheer ist das Jägerbataillion Wien 1.

Nachstehend die Geschichte des Jägerregiment Wien:
vormals Jägerregiment 2 (JgR 2) von 1994-99, Landwehrstammregiment 21 (LWSR 21) von 1979-94,
Jägerbataillon 4 (JgB 4) von 1963-78,
Feldjägerbataillon 5 (FJgB 5) von 1956-62,
Infanterieregiment 4 (InfRgt 4) von 1920-38,
k.u.k. Infanterieregiment Nr. 4 (k.u.k. IR 4) bis 1918,
Regimentsaufstellung 1696 in Donauwörth durch den Deutschen Orden

Maria Theresien Kaserne
A-1130 Wien, Am Fasangarten 2
Kommandant: Oberstleutnant Franz Baumgartner (8.2.2002 bis 30.6.2007)


Das JgR W
untersteht dem Militärkommando Wien (MilKdo W) territorial und dem Kommando Landstreitkräfte (KdoLaSK) operativ und besteht aus

Aufgaben des JgR W:
Ausbildung von Soldaten für die Milizbataillone,
Ausbildung von Soldaten für systemerhaltende Funktionen,
Personaleinsatz und Materialverwaltung von Milizbataillonen,
Einsatz als Präsenzkraft (z.B. Assistenzeinsatz, Katastropheneinsatz),
Planung und Durchführung von Übungen und Kursen für Milizsoldaten,
Standort für einen Infanteriezug der Kaderpräsenzeinheiten des Bundesheeres für Auslandseinsätze im Rahmen von KIOP (Kräfte für internationale Operationen) für die EU (einsetzbar innerhalb von fünf Tagen)

Auslandseinsatz des JgR W 2004/05:
Das JgR W war Patenverband für AUCON 11/KFOR (11. Kontingent des Bundesheeres für die KOSOVO Force). Das österreichische Kontingent umfasste ca. 500 Soldaten und bestand aus einer Stabskompanie, drei gepanzerten Jägerkompanien und einer Versorgungskompanie. Eine Jägerkompanie und die Versorgungskompanie wurde von ausländischen Armeen gestellt (Deutschland und Schweiz), eine Jägerkompanie vom Stabsbataillon 1 aus Eisenstadt. Das JgR W war für die Personalaufbringung eines Bataillonkommandos, einer Stabskompanie und einer gepanzerten Jägerkompanie verantwortlich. Die Einsatzvorbereitung begannen im August 2004 und dauerten ca. zwei Monate. Der Einsatz startete im Oktober 2004 und endete sechs Monate später.

Standort ist die Maria Theresien Kaserne:
Die Kaserne wurde 1938/40 von der Waffen-SS auf dem Gelände des Schönbrunner Schloßparkes, dem Fasangarten, errichtet und von dieser bis 1945 benutzt. Durch die Kriegsereignisse erhielt die Kaserne einige Bombentreffer. Im Jahr 1945 war die Kaserne kurze Zeit von russischen Truppen besetzt und wurde anschließend von der englischen Besatzungsmacht übernommen und von dieser im Herbst 1955 an das Bundesheer übergeben. Anlässlich des 250. Geburtstages von Maria Theresia am 13. Mai 1967, wurde die bis dahin benannte Fasangarten-Kaserne in Maria Theresien Kaserne umbenannt.

Assistenzeinsätze an der Staatsgrenze und Katastropheneinsätze:
Seit 1990 jedes Jahr mindestens ein Mal im Assistenzeinsatz an der österreichisch-ungarischen/slowakischen Staatsgrenze. Hochwassereinsatz 2002 in Oberösterreich und Niederösterreich. „Anthraxeinsatz“ 2002 mit ausgebildeten ABC-Abwehrunteroffizieren.

Das JgR W trägt die Mobverantwortung für folgende kleine Verbände:

  • Regimentskommando & Stabskompanie/mob
  • Jägerbataillon 4 (Truppenkörperabzeichen 1991)
  • Jägerbataillon 5 (Truppenkörperabzeichen 1992)
  • Jägerbataillon 6
  • Jägerbataillon 41

Diese  Verbände wurden mit 1. Juli 2006 aufgelöst. Das Kaderpersonal für zwei neue Milizbataillone (JgB Wien 1 und JgB Wien 2) ist aus den alten teilweise rekrutiert worden. Das MilKdo Wien hat nun die Befehlsgewalt über diese beiden Bataillone, die Mobverantwortung liegt bei der Garde.

Diese Bataillone existieren nur im Mobfall bzw. bei Übungen (in der Regel alle zwei Jahre für ca. 13 Tage). Das Gerät wird durch das JgR W gelagert und gepflegt. Die Milizsoldaten werden im Mobfall bzw. zu Übungen einberufen.

Regimentsgedenktag
18. Juni 1757
Schlacht bei Kolin
Sieg der Österreicher über die Preußen im Siebenjährigen Krieg.

Deutschmeister-Regimentsdenkmal
Das Deutschmeisterdenkmal befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk am Deutschmeisterplatz zwischen der Roßauer Kaserne (heute Amtsgebäude Roßau) und der Ringstraße. Das Denkmal wurde im Jahr 1906 mit zehnjähriger Verspätung anlässlich des zweihundertjährigen Bestehens des Regiments errichtet. 1931 wurde zum Andenken der Gefallenen des 1. Weltkrieges ein Heldenkranz an den Stufen des Denkmals angebracht.

Traditionsmarsch
Deutschmeister-Regimentsmarsch
v. Wilhelm August Jurek, Korporal im k.u.k. Infanterie-Regiment Nr. 4

Gestiftete Regiments-Fahnen:

  • 27. Juni 1964 die Stadt Wien dem Jägerbataillon 4 (JgB 4)
  • 4. Juni 1966 die niederösterreichische Landesregierung dem Ausbildungsregiment 2 (AusbR 2)
  • Vorderseite Rückseite
  • 14. April 1975 die Stadt Wien dem Landwehrregiment 101 (LWR 101)
  • 16. Mai 1987 die Stadt Wien dem Landwehrstammregiment 21 (LWSR21)

gestiftetes Ehrensignalhorn:
1976 die Stadt Wien dem Jägerbataillon 4 (JgB 4)

eingeführte Truppenkörperabzeichen:

Kommandanten des Bataillons bzw. Regiments
von 1956 bis heute

  • Mjr Walter Persche 1956-1961
  • Mjr Karl Kohaut 1961-1965
  • ObstdG Oskar Bernt 1965
  • Obstlt Karl Fahringer 1965-1969
  • Obst Karl Gabriel 1969-1979
  • ObstdG Jürgen Köberl 1980
  • Obst Karl Gabriel 1980-1982
  • Obst Josef Herzog 1982-1990
  • ObstdG Peter Schlauf 1990
  • Obst Josef Wanetschek 1991-1994
  • Obst Walter Pichler 1994-2001
  • ObstdG Mag. Wolfgang Peischel 2001-2002
  • Obstlt Franz Baumgartner 2002-2007

Partner in der Wirtschaft:
Seit 1982 ist das JgR W mit der Wiener Wirtschaftskammer durch eine Partnerschaft verbunden. Im Zuge dieser Partnerschaft kommt es regelmäßig zu Gegenbesuchen und Veranstaltungen beider Partner.
Kontakt: Wirtschaftskammer Wien, 1010 WIEN, Stubenring 8-10, Telefon: 01/51450-0
Website: www.wkw.at

Patenschaft:
Seit 1982 hat das JgR W (bzw. seine Vorgängerorganisation das Landwehrstammregiment 22) eine Patenschaft über das Bundesblindenerziehungsinstitut übernommen. Seither finden regelmäßig Benefizturniere (Fußball), sportliche Wettkämpfe (BBI-Olympiaden), Hilfeleistungen im Rahmen der Ausbildung (Errichten eines Spielplatzes, bzw. eines Erlebnishügels, etc.) und gegenseitige Besuche statt. Die jeweiligen Reinerlöse werden zugunsten des BBI gespendet.
Kontakt: Bundesblindenerziehungsinstitut, 1020 WIEN, Wittelsbachstraße 5, Telefon: 01/7280866
Website: www.bbi.at
E-Mail: bbi@bbi.at


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